Neubau eines Bundesstützpunktes Säbelfechten, Dormagen

Auftraggeber: Stadt Dormagen

Wettbewerb: 09 / 2023

Fläche | BGF  ca. 5.800 m2

Volumen | BRI: 36.250 m3

Baukosten: ca. 17,81 Mio EUR (Vorgabe Auslobung KG 300 – 500, netto)

Auf dem Gelände des Norbert-Gymnasiums in Dormagen Knechtsteden soll für den Bundesstützpunkt Säbelfechten eine repräsentative Fechthalle mit Nebenräumen errichtet werden. Da eine (abgängige) Schwimmhalle und eine kleine Sporthalle mit Nebenräumen dem Neubau weichen müssen, soll ein Ersatz dafür in das neue Gebäude integriert werden.

Der Erweiterungsbau des Bundesstützpunktes mit Schwimmbad und Einfeldsporthalle nimmt sich in der Höhenentwicklung auf das jeweils notwendige Maß zurück, bleibt damit sehr wirtschaftlich und auch in der Architektursprache bewusst reduziert und klar. Die architektonische Kraft des Entwurfes entsteht durch das Zusammenspiel eindeutig definierter Gebäudevolumen und reduzierter Materialität. Sowohl der Bundesstützpunkt Säbelfechten wie auch die unterschiedlichen schulischen Gebäudefunktionen lassen sich eindeutig von außen ablesen. Über die Baukörperstellung und Zugangsdefinitionen entsteht ganz selbstverständlich die notwendige Zonierung zwischen Bundesstützpunkt und Schulbetrieb.

Schulsportbereiche und funktionale Baukörperteile werden formal bewusst ruhig gehalten und nehmen mit ihrer hellen Klinkerfassade die Materialität der denkmalgeschützten Basilika auf. Das Säbelfechtzentrum präsentiert jedem Besucher und Aktiven durch seine metallisch auffälligen Fassadengestaltung und den darin thematisch aufgenommenen „kreuzenden Klingen“ die Sportart Säbelfechten eindeutig bereits bei der ersten Annäherung.

Wesentliches Merkmal des Entwurfs des Säbelfechtzentrums ist die klare Funktionsgliederung mit Sportflächen im Erdgeschoß und dienenden Flächen, wie Umkleiden, Besprechungs- und Büroräumen, im 1.Obergeschoß. Der Regeneration und Ruhe dienende Räumlichkeiten finden sich im 2. Obergeschoss. Die durchgehend berücksichtigte natürliche Belichtung der Trainingsräume und der zentralen Bewegungsflächen über Fassaden, Oberlichter und Lichthöfe schafft ein angenehmes Trainings- und Aufenthaltsklima.

Schwimmbad und Einfeldsporthalle liegen übereinander, dem Pausenhof zugewandt und werden über einen gemeinsamen Foyerbereich von Süden erschlossen. Das Schwimmbad befindet sich mit seinen Umkleide- und Nebenflächen im Erdgeschoß und öffnet sich über eine großzügig angelegte Pfosten-Riegel-Fassade nach Süden zum Pausenhof. Die Sporthalle liegt mit einer analogen Raumstruktur im 1. Obergeschoß und wird über ein Lichtband in der Fassade und Oberlichter natürlich belichtet.

Wettbewerbsbeteiligte:

Freianlagenplanung: Stephan Huber Landschaftsarchitektur


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